Anton Pannekoek, ‚Arbeit und Muße‘

“Wenn die Arbeiter als Meister über die Maschinen verfügen und ihre Arbeit selbst regeln, wird es ihnen ein Leichtes sein, Ueberfluß für alle zu produzieren. Aber ihr wesentliches Ziel wird es sein, die Technik derart zu organisieren, daß sie wirklich die Menschheit von allem Druck befreit.”

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Anton Pannekoek, ‚Arbeit und Muße‘

GIK, Die Rolle der CNT in der spanischen Revolution (1931)

(CNT = anarcho-syndikalistische Gewerkschaft)

Asturian miners

I. Einleitung

Die Diktatur von Primo de Rivera und später von Berenguer war der letzte Versuch der feudalen Klasse die in verschiedener Weise schon mit kapitalistischen Elementen verbunden war die Verfügung über den Staatsapparat in der Hand zu behalten. Nur durch diesen Staatsapparat konnte der wirtschaftlich veraltete Großgrundbesitz noch die Macht behaupten.

Die Weltkrise stellte das Emanzipationsbedürfnis der spanischen Bourgeoisie immer dringender in den Vordergrund; sie war gezwungen, sich von allen feudalen Entwicklungsstörungen zu befreien und musste sich einen eigenen Staatsapparat aufbauen. Vom Proletariat gestützt gelang es der Bourgeoisie, die Herrschaft des Landadels zu brechen; die Monarchie wurde vernichtet und Alphonso XIII am 14. April 1931 verjagt. Am 15. April wurde die vorläufige republikanische Regierung mit dem katholisch liberalen Rechtsanwalt Alcala Zamora als Premier gebildet; es übernahmen darin, neben bürgerlichen Republikanern, auch drei Sozialdemokraten Minister posten. Wie wir auch in der russischen und deutschen Revolution wahrgenommen haben, wurden die Versuche von feudalen Gruppen, wieder einen Halt zu bekommen, leicht unterdrückt.

Zwei Umstände sind es, die dieser jungen, bürgerlichen Republik ernsthafte Schwierigkeiten bereiten. Die erste Schwierigkeit ist, dass die Bauern von Tag zu Tag unzufriedener werden, weil die Regierung sich nicht getraut, die erste Forderung jeder bürgerlichen Revolution, und zwar die Vernichtung des Feudalismus durch Aufteilung des Großgrundbesitzes, durchzuführen. Doch hierüber später. Nicht weniger schwierig ist die Situation durch die Tatsache, dass ein ziemlich bedeutendes Proletariat mehr und mehr Neigung verspürt, die proletarische Revolution auf die Tagesordnung zu setzen.

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GIK, Die Rolle der CNT in der spanischen Revolution (1931)

GIK, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Gruppe Internationaler Kommunisten, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen! Hermann Lueer (Hrsg.) 2021

111 Seiten, €5,35

Red & Black Books
ISBN 978-3-9822065-8-5

Die meisten Marxisten mögen Marx nicht. Zumindest mögen sie die ökonomischen Prinzipien der kommunistischen Gesellschaft nicht, die Marx aus seiner Kritik am Kapitalismus abgeleitet hat. Aber die meisten Marxisten kritisieren Marx auch in dieser Hinsicht nicht, sie ziehen es vor, ihn zu interpretieren.

Die „Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung“, die 1930 erschienene, inzwischen legendäre Schrift der Gruppe Internationaler Kommunisten, war sowohl eine detaillierte Darstellung der kommunistischen Produktionsweise, die Marx und Engels nur skizziert hatten, als auch eine fundamentale Kritik am Revisionismus der politischen Parteien, die sich auf Marx beriefen.

Das vorliegende Buch enthält eine Auswahl von Artikeln, die von den Mitgliedern der Gruppe Internationaler Kommunisten zwischen 1925 und 1936 in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden und deren Kritik bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

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GIK, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Buchausgabe von GIK, Pressedienst 1928-1933

Vorwort und Erwiderung

Gruppe Internationaler Kommunisten (Holland) : P.I.K. : Pressedienst der Internationalen Kommunisten-Holland, 1928-1933. – Transkribiert und herausgegeben von Hans-Peter Jacobitz und Thomas Königshofen; Mitarbeit von der Association Archives Antonie Pannekoek; €15,80.

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Buchausgabe von GIK, Pressedienst 1928-1933

Max Hempel / Jan Appel, Das russische Wiederaufbauprogramm (1926)

Aus: Proletarier Jg. 1926, Heft 8/9 und 10, S. 151ff und 175ff

Im Mittelpunkt aller Debatten in der KPR stellen die Fragen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus. Wer über diese Dinge Klarheit gewinnen will, muss sich mit der jeweiligen Stellungnahme der Bolschewiki zu den Wirtschaftsproblemen befassen, denn diese Partei ist in Russland ja identisch mit der Regierungsgewalt. Die Basis der russischen Wiederaufbaupolitik ist dadurch gekennzeichnet, dass sich der größte Teil der Industrie und das Verkehrswesen in staatlicher Regie befinden. Hier kommen alle Regierungsmaßnahmen direkt zur Auswirkung. Auf der anderen Seite aber besteht Privatbesitz der Bauern, des Handwerks und des restlichen Teils der Industrie. Außerdem ist Russland infolge seiner wirtschaftlichen Zurückgebliebenheit in hohem Maße von der kapitalistischen Umwelt abhängig. Wenn sich aus diesen tatsächlichen Bedingungen der Produktion die russische Wirtschaftspolitik ergibt, so muss die Einbettung der staatlichen Produktion in die bäuerische oder sonstige Privatwirtschaft untersucht werden, um das wirtschaftliche Programm der Bolschewiki, die forcierte Nep-Politik in das richtige Licht zu versetzen.

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Max Hempel / Jan Appel, Das russische Wiederaufbauprogramm (1926)

Von Bündnissen mit kapitalistischen Staaten bis zur Zerschlagung der Kronstädter Matrosen durch den bolschewistischen Staat

Die Position der deutsch-niederländischen kommunistischen Linken

Bolschewistischer Angriff auf Kronstadt

Die Sowjetmacht versuchte, Bündnisse mit verschiedenen Staaten der kapitalistischen Welt zu schließen. Durch die Vermittlung des in Deutschland inhaftierten Karl Radek wurden bereits im Herbst 1919 Kontakte zur Reichswehr und ihren Generälen,1 aber auch zu dem Millionär Walter Rathenau geknüpft, um die Möglichkeiten eines militärischen und wirtschaftlichen Bündnisses zwischen Deutschland und Russland zu prüfen. Bereits im Oktober 1919 stellte Radek unverblümt fest:

Die Möglichkeit eines Friedens zwischen kapitalistischen und proletarischen Staaten ist keine Utopie.2

Ein faktisches Bündnis, das sich gegen den Versailler Vertrag und die Alliierten richtete, wurde 1920, während des Russisch-Polnischen Krieges, geschlossen: Deutschland gab eine „Neutralitätserklärung“ ab, die das Verbot des Transits von für Polen bestimmter alliierter Munition durch sein Territorium bedeutete. Mit den alliierten Ländern wurden Handelsabkommen angestrebt und erreicht: Am 16. März 1921, zur Zeit der Ereignisse in Kronstadt, wurde zwischen Großbritannien und Russland ein Handelsabkommen geschlossen. Der modus vivendi zwischen der kapitalistischen Welt und dem Sowjetstaat, der zuvor von Pannekoek angeprangert worden war, wurde allmählich zur Realität. Der Vertrag von Rapallo von 1922 nahm Gestalt an.

Aber das Beunruhigendste war die fortschreitende Unterwerfung der Kommunistischen Internationale unter die nationalen Ziele des russischen Staates. Letztere neigte dazu, ihre eigenen Interessen gegenüber den revolutionären Interessen der Internationale in den Vordergrund zu stellen. Die Türkei bietet ein eindrucksvolles Beispiel für diesen Antagonismus. Bereits 1919 waren in Berlin, wiederum über die Vermittlung von Karl Radek, Kontakte zwischen der bolschewistischen Regierung und dem türkischen Nationalistenführer Ismail Enver Pascha (1881-1922) geknüpft worden, der für das Massaker an den Armeniern im April 1915 verantwortlich war und nach dem Fall des Osmanischen Reiches nach Deutschland geflüchtet war. Enver Pascha hatte sich selbst zum „Freund des Bolschewismus“ erklärt, aber am Ende verriet er seine „Freunde“, indem er 1921-1922 einen bewaffneten muslimischen Widerstand organisierte, um den „Kommunismus“ zu vernichten, und sich dabei auf die türkischsprachigen Völker Zentralasiens stützte.3

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Von Bündnissen mit kapitalistischen Staaten bis zur Zerschlagung der Kronstädter Matrosen durch den bolschewistischen Staat

Die IKT über Kronstadt -1921 und die KPR (b)

Zentristische Lektionen, beschränkt und mit Zweideutigkeiten

Eine Kritik von Hannibal an IKT, Der Kronstädter Aufstand: Einhundert Jahre Konterrevolution

Pantopolis übernimmt den Text der IKT in französischer Sprache:  “Le soulèvement de Cronstadt“.

Das französische Original auf der IKT-Website: https://www.leftcom.org/fr/articles/2021-03-14/cronstadt

Pantopolis schreibt: „Die Internationalist Kommunistische Tendenz (IKT) hat gerade einen sehr willkommenen Artikel über die Bedeutung und die Lehren des Kronstädter Aufstands und der Niederschlagung der Matrosen im März 1921 veröffentlicht. Wir geben unsere Übersetzung zur möglichen Diskussion.
Pantopolis, 18. März 2021“

Ich präsentiere eine Synthese, in der ich mich auf das Wesentliche beschränke. Weitere Informationen finden Sie in den verschiedenen Texten am Ende, vor allem aber in den Büchern der Inter-Rev-Ausgaben, die methodisch ausreichend in die Tiefe gehen:
https://edicionesinterrev.wordpress.com/

Weiter zum Text von Hannibal

Die IKT über Kronstadt -1921 und die KPR (b)