Italien: Klassensolidarität prüft nicht den ‚Pass‘ der Gewerkschaften

Schlägertypen greifen Streikposten bei Dreamland an, 11-10-2021

Gestern haben in Prato während des von verschiedenen Basisgewerkschaften ausgerufenen Generalstreiks (an dem wir in Rom teilgenommen haben) etwa zehn Schläger, die vermutlich von den Eigentümern des Textilunternehmens Dreamland angeheuert worden waren, die geringe Zahl der Streikposten ausgenutzt, die durch die Teilnahme zahlreicher Arbeitnehmer an der Demonstration in Florenz entstanden war, und die Dauerbesatzung von Arbeitnehmern, die sich im Konflikt mit dem Unternehmen befanden, mit Baseballschlägern angegriffen, wobei fünf Personen verletzt wurden, von denen eine schwer verletzt wurde.

„Italien: Klassensolidarität prüft nicht den ‚Pass‘ der Gewerkschaften“ weiterlesen
Italien: Klassensolidarität prüft nicht den ‚Pass‘ der Gewerkschaften

Trotzki als Ideologe des Staatskapitalismus

„Vorwort der Herausgeber“ von GIK, Versetzt die ganze Staatsmaschinerie ins Museum der Altertümer, neben das Spinnrad und die bronzene Axt!

»Die Gesellschaft, die die Produktion auf der Grundlage freier und gleicher Assoziation der Produzenten neu organisiert, versetzt die ganze Staatsmaschinerie dahin, wohin sie gehören wird: ins Museum der Altertümer, neben das Spinnrad und die bronzene Axt.«1 »An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab.«2

„Trotzki als Ideologe des Staatskapitalismus“ weiterlesen
Trotzki als Ideologe des Staatskapitalismus

GIK, Versetzt die ganze Staatsmaschinerie ins Museum der Altertümer …

1930 erschien als Kollektivarbeit der Gruppe Internationaler Kommunisten (Holland) die inzwischen legendäre Schrift Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung.

Die darin ausgeführte Kritik der verschiedenen Theorien und Praktiken, die sich auf den Marxismus, den Anarchismus oder ganz allgemein den Sozialismus berufen, bezog sich auf die Schwachstelle der Arbeiterbewegung, die sich zum Ziel setzte, die Produktionsmittel in Gemeinschaftsbesitz zu bringen und nicht ahnte, dass mit dem Übergang zum »Gemeinschaftsbesitz« das Problem einer neuen Produktionsweise erst gestellt ist.

Verbunden mit ihrer Kritik war das Bemühen, die Lohnabhängigen zu ermutigen, an die Stelle der Regierung über das Volk ihre eigene unabhängige Verwaltung und Leitung der Produktionsprozesse zu setzen.

Die Gruppe Internationaler Kommunisten führte diese Bemühungen während des gesamten Jahrzehnts fort – von 1934 bis 1937 in ihrem theoretischen Diskussionsorgan für die Rätebewegung, der Internationalen Rätekorrespondenz, und dann von 1938 bis 1940 in der marxistischen Monatsschrift Radencommunisme, die auf Niederländisch erschien.

Die in dem hier vorliegenden Reader zusammengestellten Texte – u.a. zu Partei und Arbeiterklasse, zu Staatskapitalismus und Kommunismus, zu Anarcho-Syndikalismus und Rätebewegung – haben bis zum heutigen Tage nichts von ihrer damaligen Aktualität verloren.

„GIK, Versetzt die ganze Staatsmaschinerie ins Museum der Altertümer …“ weiterlesen
GIK, Versetzt die ganze Staatsmaschinerie ins Museum der Altertümer …

Afghanistan – Die USA ziehen sich zurück

Afghans waiting for their passports to leave the country, 14-8-2021. Photo by Paula Bronstein

Die immer wiederkehrende Phrase über den Rückzug der USA aus Afghanistan lautet, dass Washington es satt hat, die Welt zu überwachen, seine eigenen Soldaten in allen Teilen der Welt sterben zu lassen und Billionen von Dollar für die Finanzierung von NATO-Operationen auszugeben.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Die USA ziehen sich nicht zurück, weil sie ihre Ziele erreicht haben, wie Biden behauptet, sondern weil sie besiegt worden sind.

„Afghanistan – Die USA ziehen sich zurück“ weiterlesen
Afghanistan – Die USA ziehen sich zurück

Anton Pannekoek, ‚Arbeit und Muße‘

“Wenn die Arbeiter als Meister über die Maschinen verfügen und ihre Arbeit selbst regeln, wird es ihnen ein Leichtes sein, Ueberfluß für alle zu produzieren. Aber ihr wesentliches Ziel wird es sein, die Technik derart zu organisieren, daß sie wirklich die Menschheit von allem Druck befreit.”

„Anton Pannekoek, ‚Arbeit und Muße‘“ weiterlesen
Anton Pannekoek, ‚Arbeit und Muße‘

GIK, Die Rolle der CNT in der spanischen Revolution (1931)

(CNT = anarcho-syndikalistische Gewerkschaft)

Asturian miners

I. Einleitung

Die Diktatur von Primo de Rivera und später von Berenguer war der letzte Versuch der feudalen Klasse die in verschiedener Weise schon mit kapitalistischen Elementen verbunden war die Verfügung über den Staatsapparat in der Hand zu behalten. Nur durch diesen Staatsapparat konnte der wirtschaftlich veraltete Großgrundbesitz noch die Macht behaupten.

Die Weltkrise stellte das Emanzipationsbedürfnis der spanischen Bourgeoisie immer dringender in den Vordergrund; sie war gezwungen, sich von allen feudalen Entwicklungsstörungen zu befreien und musste sich einen eigenen Staatsapparat aufbauen. Vom Proletariat gestützt gelang es der Bourgeoisie, die Herrschaft des Landadels zu brechen; die Monarchie wurde vernichtet und Alphonso XIII am 14. April 1931 verjagt. Am 15. April wurde die vorläufige republikanische Regierung mit dem katholisch liberalen Rechtsanwalt Alcala Zamora als Premier gebildet; es übernahmen darin, neben bürgerlichen Republikanern, auch drei Sozialdemokraten Minister posten. Wie wir auch in der russischen und deutschen Revolution wahrgenommen haben, wurden die Versuche von feudalen Gruppen, wieder einen Halt zu bekommen, leicht unterdrückt.

Zwei Umstände sind es, die dieser jungen, bürgerlichen Republik ernsthafte Schwierigkeiten bereiten. Die erste Schwierigkeit ist, dass die Bauern von Tag zu Tag unzufriedener werden, weil die Regierung sich nicht getraut, die erste Forderung jeder bürgerlichen Revolution, und zwar die Vernichtung des Feudalismus durch Aufteilung des Großgrundbesitzes, durchzuführen. Doch hierüber später. Nicht weniger schwierig ist die Situation durch die Tatsache, dass ein ziemlich bedeutendes Proletariat mehr und mehr Neigung verspürt, die proletarische Revolution auf die Tagesordnung zu setzen.

„GIK, Die Rolle der CNT in der spanischen Revolution (1931)“ weiterlesen
GIK, Die Rolle der CNT in der spanischen Revolution (1931)

GIK, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Gruppe Internationaler Kommunisten, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen! Hermann Lueer (Hrsg.) 2021

111 Seiten, €5,35

Red & Black Books
ISBN 978-3-9822065-8-5

Die meisten Marxisten mögen Marx nicht. Zumindest mögen sie die ökonomischen Prinzipien der kommunistischen Gesellschaft nicht, die Marx aus seiner Kritik am Kapitalismus abgeleitet hat. Aber die meisten Marxisten kritisieren Marx auch in dieser Hinsicht nicht, sie ziehen es vor, ihn zu interpretieren.

Die „Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung“, die 1930 erschienene, inzwischen legendäre Schrift der Gruppe Internationaler Kommunisten, war sowohl eine detaillierte Darstellung der kommunistischen Produktionsweise, die Marx und Engels nur skizziert hatten, als auch eine fundamentale Kritik am Revisionismus der politischen Parteien, die sich auf Marx beriefen.

Das vorliegende Buch enthält eine Auswahl von Artikeln, die von den Mitgliedern der Gruppe Internationaler Kommunisten zwischen 1925 und 1936 in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden und deren Kritik bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

„GIK, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ weiterlesen
GIK, Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Buchausgabe von GIK, Pressedienst 1928-1933

Vorwort und Erwiderung

Gruppe Internationaler Kommunisten (Holland) : P.I.K. : Pressedienst der Internationalen Kommunisten-Holland, 1928-1933. – Transkribiert und herausgegeben von Hans-Peter Jacobitz und Thomas Königshofen; Mitarbeit von der Association Archives Antonie Pannekoek; €15,80.

„Buchausgabe von GIK, Pressedienst 1928-1933“ weiterlesen
Buchausgabe von GIK, Pressedienst 1928-1933