Zur Novemberrevolution 1918

 

Novemberrevolution Berlin

Ph. Bourrinet „Arbeiterräte in Deutschland 1918-23“ Teil 1

An Emanzipation denken‘, ein Jahrhundert nach der weltweiten Revolutionswelle die 1917 begann, heißt den Begriff Emanzipation selbst in Frage stellen. Wer ist das Subjekt dieser Emanzipation und wer emanzipiert wen, in einem Kampf der alles andere als ein ideologisches Stechspiel innerhalb vier Wänden ist.
Diese Emanzipation hat ihren Ursprung in der arbeitenden Klasse (Hand- und Kopfarbeiter). Sie kann nicht mit einem „Volkskampf“ gleichgesetzt werden, dessen „Ursache“ national und patriotisch wäre.
‚An Emanzipation denken‘ im Jahr 2017 heißt auf die großen proletarischen revolutionären Aufstände in Russland und Deutschland zurückblicken und daraus zu Beginn des zweiten Jahrtausends Lehren ziehen. Der Revolution in Deutschland von 1918 bis 1921 ist daher ein unumgänglicher Meilenstein, da er die Frage nach den Organisationsformen eines jeden revolutionären Klassenkampfes aufwirft: Arbeiterräte, Arbeiterunionen, revolutionäre Betriebsorganisationen, Betriebsausschüsse oder Aktionskomitees. Wie die russische Revolution hat sie, wenn auch in geringerem Maße, in Ermangelung einer echten Machtübernahme, die Frage der Sozialisierung der Produktionsmittel und damit der Abschaffung des auf Profit gegründeten kapitalistischen Systems aufgeworfen.
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Zur Novemberrevolution 1918