‘Linksunten’: Manchmal schlauer als die Polizei erlaubt

Zu einer verbotenen Diskussion

Die deutsche Bourgeoisie hat die – von ihrer Polizei mit provozierten – Krawalle zum G-20 Gipfel aufgegriffen um ihre Kampagnen “zum Schutz der Demokratie” zu verstärken, in Anlauf auf die Wahlen am 24. September. Schon eher wurde beschlossen eine europäische Kartei von ‘Linksextremisten’ anzulegen, die zur Unterdrückung von Arbeitern eingesetzt werden wird, die mit ihrer Einkapselung durch die Gewerkschaften und die bürgerlich-demokratische Ideologie brechen.

Seit einigen Wochen werfen Polizei und Justiz schwer übertriebene Verdächtigungen auf zum sogenannten ‘linken Extremismus’. An verschiedenen Orten führen sie ‘Razzien’ im ‘radikalen’ Milieu aus, wobei angeblich Waffen gefunden werden, wie z.B. Schlagstöcke, die dort möglich von der Polizei selbst hinterlegt worden sind. Zur Kompensation teilt die Bourgeoisie auch einige Schläge gegen Neonazis aus, die ansonsten, bekanntlich, von den Nachrichtendiensten gehütet werden. So wurde bei der extremen Rechten eine ‘Totenliste’ gefunden von zu liquidierenden Ultra-Linken. Diese Bandbreite von staatlichem Terror wird im Nahmen derselben bürgerlichen Demokratie ausgeübt, worauf auch diejenige sich berufen, die das Vorgehen von Polizei und Justiz “kritisieren”.

Im Rahmen dieser ekelhaften demokratischen Kampagnen hat der deutsche Staat sich entschlossen am 25. August, von unter hunderten ultralinken Websites, ausgerechnet https://linksunten.indymedia.org/ zu verbieten. Es handelt sich nicht zufällig um die Plattform worauf am 13. Juli ein erster kritischer Beitrag aus dem ‘links-autonomen’ Milieu erschien zu den Protesten und Krawallen in Hamburg zum G-20 Gipfel: “Gewollte Krawalle?! Beitrag zur Debatte um den Freitagabend in der Schanze” . Die Einführung des Blog-Artikels Zu den Protesten und Krawallen anläßlich des G-20 Gipfels in Hamburg vom 7-8 Juli verwies auf die “erste und schwache Fragen (…) ob das Auftreten dieser Taten nicht ein berechneter Bestandteil der vom Staat geplanten Strategie war.”

Um eine Fortsetzung dieser Diskussion zu ermöglichen, ist der genannte Beitrag, mitsamt den Reaktionen die er erzielte, hier nun frei verfügbar (siehe Beilage).

Er zeigt auf, daß bestimmt nicht alle Teilnehmer an den Ereignissen sich (nachträglich) einem Siegestaumel über die zeitweise Abwesenheit der Polizeimacht im umkämpften Wohnviertel preisgeben, da er einige sehr reale Fragen zum repressiven Vorgehen der Staatsmacht vor Ort aufwirft und dafür beachtenswerte Argumente hervorbringt.

Henry Cinnamon und Fredo Corvo, 30-8-2017

 

Beilage

“Gewollte Krawalle?! Beitrag zur Debatte um den Freitagabend in der Schanze.”

Weiter lesen: Zu den Protesten und Krawallen anläßlich des G-20 Gipfels in Hamburg vom 7-8 Juli.

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